Terrestrisches Laserscanning
Terrestrisches Laserscanning – Messprinzip, Technologie & Einsatz im Bauwesen
Wenn Genauigkeit zur Kunst wird, entscheiden Millimeter über Millionen. Entdecke, warum terrestrisches Laserscanning heute der Schlüssel zu fehlerfreien Bau-, Sanierungs- und Kulturgutprojekten ist.
Terrestrisches Laserscanning
Was es ist, wie es funktioniert – und wann es sich wirklich lohnt
Ein Beitrag von Linsinger ZT GmbH | linsinger.at
Was ist terrestrisches Laserscanning?
Beim terrestrischen Laserscanning (TLS) tastet ein rotierender Laserstrahl die Umgebung in Millionen von Punkten ab – innerhalb weniger Minuten entsteht so eine vollständige, dreidimensionale Punktwolke eines Gebäudes oder Raumes.
Das Ergebnis ist eine millimetergenaue, farbige 3D-Aufnahme, die als Grundlage für Bestandspläne, BIM-Modelle, Orthofotos oder Visualisierungen dient. Im Gegensatz zum klassischen Handaufmaß wird jede Wand, jede Kurve, jedes Detail automatisch erfasst – lückenlos und nachprüfbar.
Wie läuft ein Laserscanning-Projekt ab?
Ein typisches Projekt bei Linsinger ZT GmbH gliedert sich in fünf Phasen:
1. Vorbesprechung – Ziel, Objekt, Zugänglichkeit und gewünschtes Ausgabeformat werden gemeinsam definiert.
2. Vorbereitung vor Ort – Positionierung der Scanner, Einbindung in ein geodätisches Koordinatensystem.
3. Scan-Durchführung – Aufnahme der millimetergenauen 3D-Punktwolken, bei Bedarf ergänzt durch Drohnenaufnahmen (Fassaden, Dachflächen).
4. Auswertung im Büro – Registrierung der Scandaten, Erstellung von Bestandsplänen (2D), BIM-Modellen (3D) oder Orthofotos – je nach Anforderung.
5. Übergabe – Digitale Lieferung in den gewünschten Formaten: DWG, IFC, RVT, PDF oder andere.
Für wen ist terrestrisches Laserscanning sinnvoll?
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Zielgruppe |
Typischer Anwendungsfall |
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Architekten & Planer |
Bestandsaufnahme vor Umbau oder Sanierung – präzise Grundrisse, Schnitte, Ansichten als Planungsgrundlage |
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Bauherren & Eigentümer |
Dokumentation des Ist-Zustands vor Baubeginn – Kostensicherheit durch fehlerfreie Ausgangsdaten |
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Bauunternehmen |
Aufmaß schwer zugänglicher Bereiche, Kontrolle von Ausführungsabweichungen, Aufmaß für Abrechnung |
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Denkmalpflege & Behörden |
Digitale Dokumentation historischer Bauwerke und Kulturgüter – revisionssicher und dauerhaft archivierbar |
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Facility Management |
Aktualisierung von Bestandsplänen, BIM-Modelle als Basis für laufende Gebäudeverwaltung |
Unsere Ausstattung
Linsinger ZT GmbH setzt aktuell 9 hochauflösende 3D-Laserscanner führender Hersteller ein – darunter Geräte von Faro und NavVis. Je nach Objekt und Anforderung wählen wir das optimale Gerät: vom schnellen Indoor-Scanner für Gebäudeaufnahmen bis zum präzisen Außenscanner für komplexe Fassaden und Geländeaufnahmen.
Für Fassaden und Dächer ergänzen wir den Bodenscan regelmäßig mit Drohnenaufnahmen (Structure from Motion / SfM) – so entsteht eine lückenlose Rundumerfassung aus Luft und Boden.
Was bekomme ich als Ergebnis?
Das Ausgabeformat richtet sich nach Ihrem Bedarf. Typische Ergebnisse sind:
• 2D-Pläne (Grundrisse, Schnitte, Ansichten) in DWG oder PDF
• 3D-BIM-Modelle in ArchiCAD, Revit oder IFC – in frei wählbarem Detailgrad (LoD 100–500)
• Farbige, hochauflösende Punktwolken
• Orthofotos (verzerrungsfreie Fassaden- oder Innenaufnahmen)
• Fotorealistische 3D-Visualisierungen
Die Genauigkeit unserer Ergebnisse liegt typischerweise bei ±1–3 mm – abhängig von Objektgröße, Zugänglichkeit und vereinbartem Detailgrad.
Wann lohnt sich Laserscanning – und wann nicht?
Laserscanning ist nicht immer das richtige Werkzeug. Hier eine ehrliche Einschätzung:
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Laserscanning sinnvoll |
Klassisches Aufmaß ausreichend |
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Komplexe Grundrisse mit vielen Details, Nischen, Kurven |
Einfache, rechtwinklige Räume mit wenig Sondergeometrie |
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BIM-Modell als Projektgrundlage benötigt |
Nur Einzelmaße für einen kleinen Umbau gefragt |
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Historische Bausubstanz oder denkmalgeschützte Objekte |
Kleines Objekt, niedrige Anforderungen an Genauigkeit |
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Große Objekte oder viele Stockwerke, Zeitdruck beim Aufmaß |
Einmaliger Bedarf, Budget sehr begrenzt |
Im Zweifel beraten wir Sie gerne – auch wenn das Ergebnis ist, dass ein einfacheres Aufmaß vollkommen ausreicht.
Unsere Erfahrung in Zahlen
Linsinger ZT GmbH ist seit 1972 in der Vermessung tätig. Im Bereich der Bestandsaufnahme und Kulturgutvermessung haben wir über die Jahrzehnte eine Expertise aufgebaut, die in dieser Kombination aus Tiefe und Breite in Europa selten ist:
• Über 800 Großprojekte im Bereich Kulturgutvermessung abgewickelt
• Mehr als 2.200 Gebäudeaufnahmen durchgeführt
• Projekte in über 27 Ländern
• 9 hochauflösende 3D-Laserscanner im Einsatz
• 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten St. Johann im Pongau und Luzern
Interesse? Wir beraten Sie gerne.
Schildern Sie uns Ihr Projekt – wir sagen Ihnen ehrlich, welches Verfahren am besten passt und was Sie ungefähr erwarten können.
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Linsinger ZT GmbH · Stand: 2025 · Alle Angaben ohne Gewähr